Aktuelles aus dem Verein

„Demenz – einander offen begegnen“
Ökumenischer Gottesdienst zum Welt-Alzheimertag 2019

Wie jedes Jahr zum Welt-Alzheimertag, trafen sich die Mitglieder der Alzheimer Gesellschaft Dortmund am 22. September zu einem ökumenischen Gottesdienst in der St.-Suitbertus-Kirche im Unionviertel.
Den Gottesdienst hielten Pfarrer Thomas Müller (Katholischer Pfarrer am St.-Johannes-Hospital Dortmund) und Pfarrer Wilhelm Portmann (Evangelischer Kirchenkreis Dortmund), begleitet an der Orgel durch Organist Marcel Pier. Anschließend trafen sich die Besucherinnen und Besucher zum gemeinsamen, gemütlichen Kaffee und Kuchen im Gemeindesaal und ließen den Nachmittag mit angeregten Gesprächen ausklingen.

Interview mit Mirko Pelzer, Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Dortmund, zum Welt-Alzheimertag

Aktivitäten zum Welt-Alzheimertag:
„Demenz – einander offen begegnen“

Weltweit sind etwa 46 Millionen Menschen von Demenzerkrankungen betroffen, zwei Drittel davon in Entwicklungsländern. Bis 2050 wird die Zahl auf geschätzt 131,5 Millionen ansteigen. Seit 1994 finden am 21. September in aller Welt vielfältige Aktivitäten statt, um die Öffentlichkeit auf die Situation von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen aufmerksam zu machen. In Dortmund engagiert sich seit 30 Jahren die Dortmunder Alzheimer-Gesellschaft für die Belange von Demenz-Erkrankten und ihrer Angehörigen. Wir haben mit deren Vorsitzenden Mirko Pelzer über die Arbeit und die Herausforderungen gesprochen.

Mirko Pelzer, 1. Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Dortmund e. V.
Mirko Pelzer, 1. Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Dortmund e. V.

Herr Pelzer, was passiert am Welt-Alzheimertag?

Mirko Pelzer: In Deutschland organisieren die örtlichen Alzheimer-Gesellschaften und Selbsthilfegruppen jedes Jahr eine Reihe von regionalen Veranstaltungen. Mit Vorträgen, Tagungen, Gottesdiensten, Benefizkonzerten usw. machen sie die Öffentlichkeit auf das Thema Alzheimer und andere Demenzerkrankungen aufmerksam. Auch wir beteiligen uns – allerdings am Sonntag, den 22. September. Wir laden unter dem Motto „Demenz – einander offen begegnen“ zu einem ökumenischen Gottesdienst mit einem anschließenden Kaffeetrinken ein. Es findet am Sonntag um 15 Uhr in der St. Suitbertus-Kirche (Annenstraße 16, Dortmund) statt.

Wie viele Menschen sind denn in Deutschland von Alzheimer und Demenz betroffen?

Mirko Pelzer: Immer wieder geht es darum, auf die Situation der rund 1,7 Millionen Demenzerkrankten und ihrer Familien in Deutschland hinzuweisen. Auch wenn gegenwärtig eine Heilung der Krankheit nicht möglich ist, kann durch medizinische Behandlung, Beratung, soziale Betreuung, fachkundige Pflege und vieles mehr den Kranken und ihren Angehörigen geholfen werden.

Warum ist eine Öffentlichkeitsarbeit wichtig?

Mirko Pelzer: Für ein gutes Miteinander brauchen wir Offenheit in unserer Gesellschaft. Das gilt auch und ganz besonders in der Begegnung mit Menschen mit Demenz. Sie und ihre Angehörigen sollen erleben, dass sie trotz der Erkrankung akzeptiert werden und dazugehören.

Wie äußert sich denn diese Erkrankung?

Mirko Pelzer: Demenz kann zu ungewöhnlichem Verhalten führen, Menschen mit Demenz fallen auf. Wichtig ist, dass sich Freunde, Familie, Nachbarn und Mitbürger nicht abwenden, sondern Verständnis und Toleranz zeigen. Die Betroffenen wollen weiterhin an gemeinsamen Aktivitäten teilhaben, ihre Hobbys und den Alltag möglichst selbstbestimmt gestalten. Wenn sie Offenheit erfahren, fällt es ihnen leichter, selbst offen mit ihrer Krankheit umzugehen. Damit das möglich ist, braucht es mehr Wissen und Verständnis in der gesamten Gesellschaft.

Wie kann die Dortmunder Alzheimer-Gesellschaft denn Betroffene und ihre Angehörige unterstützen?

Mirko Pelzer: Pflegende Angehörige haben zumeist kaum noch soziale Kontakte. Vor allem dann, wenn Demenz –  der „ungebetene Gast“ – mit am heimischen Tisch sitzt. Die Dortmunder Alzheimer-Gesellschaft organisiert daher Informations- und Entlastungsangebote für pflegende Angehörige. Entstanden ist sie 1990 als Selbsthilfegruppe für Betroffene.

Wie hat sich die Arbeit in den 30 Jahren verändert?

Mirko Pelzer: Die Arbeit verändert sich, weil die Ansprüche und die Entlastungsbedarfe immer größer geworden sind. Daher wurden die Angebote immer breiter aufgestellt. Eines der ersten Angebote war der Betreuungsnachmittag am Donnerstag. Am „Langen Donnerstag“ wurden demenziell erkrankte Angehörige betreut, um den pflegenden Angehörigen stundenweise Freiräume zu geben. Weitere Gruppenangebote kamen hinzu: der Freizeit-Treff im Eugen-Krautscheid-Haus für Menschen mit beginnender Demenz, der Gesprächskreis für Menschen mit beginnender Demenz und ihrer Angehörige oder der Gesprächskreis für Angehörige von Alzheimer-Kranken. Zudem gibt es Fachvorträge zu aktuellen Themen, Gruppenbetreuung von Alzheimer-Kranken sowie die stundenweise Betreuung von Alzheimer-Kranken im häuslichen Bereich.

Sie organisieren zudem Ausflüge und Freizeitaktivitäten. Warum ist das denn wichtig?

Mirko Pelzer: Der Fokus der Arbeit liegt auf den Angehörigen – sie sind massiv von der Erkrankung des Angehörigen oder Partners betroffen. Der Freundeskreis von an Demenzerkrankten und ihren pflegenden Angehörigen Ehepaaren verändert sich und dünnt sich aus. Pflegende Angehörige werden mit der Zeit sozial isoliert, weil sie sich quasi rund um die Ihr um die Betreuung des Erkrankten kümmern müssen. Daher bieten wir verschiedene Angebote und Aktivitäten, um dies aufzubrechen und soziale Kontakte zu ermöglichen – unter Gleichgesinnten, die die selben Probleme haben oder hatten.

Bieten Sie daher auch die betreute Urlaubsreise an – für Erkrankte und ihre pflegenden Angehörigen?

Mirko Pelzer: Für viele Angehörige und an Demenz Erkrankte ist unsere Jahresreise die einzige Urlaubs- und Entspannungsmöglichkeit. „Normale“ Urlaubsfahrten kommen zumeist nicht mehr in Frage. Denn an Demenz Erkrankte fallen auf. Sie verhalten sich für Außenstehende komisch und werden daher mitunter im Restaurant gemieden. Für die Angehörigen sind das absolute Stresssituationen, gerade durch die für Demente unbekannte Umgebung in einem Hotel oder einer Ferienwohnung. Sie büxen zudem mitunter aus.

Wie sieht eine solche betreute Reise aus? Wo geht es hin?

Mirko Pelzer: Unsere Reise geht seit 15 Jahren ins Osnabrücker Land. Bei unserer Reise sind dann ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer dabei. Es gibt – je nach Bedarf – eine Eins-zu-Eins- oder Eins-zu-Zwei-Betreuung. Die Angehörigen fühlen sich oft wie in einem Hamsterrad. Man muss die pflegenden Angehörigen spüren lassen, dass man auch mal schwimmen gehen kann, statt die Angehörigen ankleiden zu müssen Die Angehörigen bekommen so Zeit für sich und wissen ihre erkrankenden Angehörigen gut versorgt. Und das Hotel ist auf unsere Bedürfnisse – beispielsweise die Barrierefreiheit – eingestellt.

Welche weiteren Angebote gibt es in Dortmund?

Mirko Pelzer: Wir haben im September mit unserem neuen Angehörigen-Café im Wilhelm-Hansmann-Haus mit einem parallelen Betreuungsangebot begonnen. Jeden Donnerstag findet es ab 15 Uhr im Wilhelm-Hansmann-Haus statt. Es ist keine klassische Beratung. Die Menschen wollen sich auch mal über allgemeine Themen austauschen, nicht nur über Pflege und Probleme. Denn viele soziale Kontakte gehen verloren. Hier können Angehörige sie neu knüpfen – denn hier gibt es mehr Verständnis. Es ist ein Kaffeeklatsch und ein sozialer Austausch. Pflegende Angehörige können zu dem offenen Gesprächskreis kommen und  – falls nötig – den zu pflegenden Angehörigen in die parallel stattfindende Betreuungsgruppe geben.  Ein weiteres neues Angebot ist der Kochkurs, der im Oktober starten soll. Er richtet sich an alleinstehende bzw. pflegende Männer, die sich durch die Demenz-Erkrankung ihrer Partnerin nun selbst oder sogar beide versorgen müssen.  Sechs Termine von Oktober bis November sind  vorgesehen.

Wie finanziert sich die Arbeit der Dortmunder Alzheimer-Gesellschaft?

Mirko Pelzer: Es kostet Geld, um bestehende Angebote zu erhalten und neue Programme auf die Beine zu stellen. Wir suchen dafür weitere Mitstreiterinnen und Mitstreiter. „Wir sind ja eine Selbsthilfegruppe, die sich aus Beiträgen und Spenden finanziert. Daher würden wir uns über neue Mitglieder freuen, die unsere Arbeit aktiv oder finanziell unterstützen. Aktuell hat der Verein 185 Mitglieder, die einen Jahresbeitrag von 30 Euro bezahlen.

Sommer Grillfest im Eugen-Krautscheid-Haus

Am 30. Juli fand unser traditionelles Sommergrillen im Garten der Tagespflege im Eugen-Krautscheid-Haus statt. Das Team am Grill bildeten Herr Möller und Herr Naughton, unterstützt vom Team der Tagespflege. Verschiedene Salate und andere Leckereien wurden von den Mitgliedern und von der Tagespflege gespendet. Insgesamt haben über 60 Personen an dem gemütlichen Nachmittag teilgenommen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei allen Teilnehmern, Helfern, Spendern, dem Grillteam und dem AWO-Tagespflegeteam für den schönen Nachmittag und freuen uns auf ein nächstes Mal im kommenden Jahr.

Zu Besuch bei den Lamas in einem Park in Gelsenkirchen

Das war für uns neu und hat uns beeindruckt:

  • Lamas sind friedliche Tiere, die Menschen total entspannen können
  • Lamas spucken nicht, wenn man vernünftig mit ihnen umgeht
  • Es gibt Lamas, die „singen“ können
  • Es macht Spaß, Lamas zu streicheln und zu füttern
  • Beim Spazierengehen mit den Lamas erwirbt man Führungsqualitäten

Informationen zu den Lamas finden Sie auf deren Website: Prachtlamas

Roughboys Dortmund organisieren große Spendenaktion für die Alzheimer Gesellschaft Dortmund

Die Roughboys Dortmund sind eine Gruppe Golfspieler aus dem Golf Club Royal St. Barbara.

In jedem Jahr organisieren sie ein Golf-Turnier, dessen Erlös einem gutem Zweck zukommt.

In diesem Jahr fiel die Wahl auf uns.

Im Anschluss an das Turnier am 21.06.2019 gab es einen gemütlichen Abend mit leckerem Essen und Live Musik auf der Terrasse des Golfclubs. Angelika Mehring und Mirko Pelzer waren zu diesem Abend eingeladen worden um uns, die Alzheimer Gesellschaft Dortmund, vorzustellen und eventuelle Fragen zu beantworten.

Im Laufe des wirklich gelungenen Abends wurden Lose für eine Tombola verkauft und somit Spenden für uns gesammelt. Highlight war sicherlich die Versteigerung eines BVB Trikots mit den Unterschriften aller Spieler. Auch der Erlös dieser Versteigerung kam uns zugute.

Alles in allem kamen an diesem Abend 6250 Euro!! Spendengelder zusammen!

Für uns war dies ein unvergesslicher Abend mit viel Vergnügen und Spaß für einen guten Zweck.

Wir  bedanken uns herzlich bei den Roughboys aus dem Golf Club Royal St. Barbara, vertreten durch Herrn Dr. Axel Schunk,  und bei allen, die sich an dieser Spendenaktion beteiligt haben.

Dortmunder Selbsthilfetag 2019

Am 19. Mai konnten Interessierte in einer lockeren Atmosphäre mit unterschiedlichen Selbsthilfe-Akteuren über die Arbeit der Selbsthilfe ins Gespräch kommen oder sich einfach nur über Selbsthilfeaktivitäten informieren.
Die Besucher konnten persönliche Erstkontakte zu den Gruppen knüpfen und sich über deren Angebote informieren. Für die Alzheimer Gesellschaft Dortmund waren Marlis Langkeit und Mirko Pelzer vor Ort und freuten sich über zahlreiche Besucher.

Für Notfälle zuhause gut gerüstet

Zuhause hilft bei kleineren Verletzungen oftmals der Griff zur Hausapotheke. Sie sollte schnell griffbereit und richtig bestückt sein. Bei ernsthaften Verletzungen und im Notfall bietet sich zur Aufbewahrung wichtiger Informationen für den Notarzt oder Rettungsdienst die Notfalldose an. Was in beiden enthalten sein sollte, wie man alles richtig lagert und übersichtlich zusammenstellt, erklärte Apothekerin Kristina Höltermann auf unserer Informationsveranstaltung am 29. Januar 2019 im Eugen-Krautscheid-Haus.

Winterleuchten 2018 / 2019

Am 8. Januar 2019 unternahm die Freizeit-Treff-Gruppe einen Spaziergang im phantastisch beleuchteten Westfalenpark. Bei einsetzendem Regen und Wind wärmten wir uns im heimelig warmen Zelt mit heißen Getränken auf, um danach gestärkt weiter die beleuchteten Figuren, Bäume und Objekte zu bestaunen.
Der Freizeit-Treff findet jeden ersten und dritten Dienstag von 16:00 – 17:30 Uhr statt.

Weihnachtsfeier 2018

Wie jedes Jahr veranstaltete die Alzheimer Gesellschaft Dortmund mit ihren Mitgliedern eine große Weihnachtsfeier im Wilhelm-Hansmann-Haus mit weihnachtlichen Geschichten, gespendeten Kuchen, Keksen und fröhlichem Gesang. Tatkräftig unterstützt wurden wir dabei wieder einmal durch den tollen Kinderchor der Diesterweg-Grundschule (Leitung Frau Maren Krebs) und musikalischer Begleitung am Keyboard durch Frau Ramona Söpper. Als besonderes Highlight spielte eines der Chorkinder zum ersten Mal vor großem Publikum auf dem Keyboard. Das war für alle ein besonderes Erlebnis! Und sogar nach ihrem eigentlichen Auftritt, ließen die Kinder es sich nicht nehmen mit uns weiter Weihnachtslieder zu singen.

Ein herzlicher Dank geht auch diesmal an das Betreuer/Innen-Team unserer „Donnerstagsgruppe“, das die Weihnachtsfeier 2018 wieder organisiert hat, sowie an alle Helferinnen und Helfer, die uns mit leckeren Kuchenspenden sowie tatkräftiger Hilfe bei der Dekoration des Saales und den anschließenden Aufräumungsarbeiten unterstützt haben.
Die Betreuungsgruppe trifft sich jeweils donnerstags ab 15.00 Uhr im Wilhelm-Hansman-Haus und stellt einen Großteil der stundenweisen Begleitung von Alzheimer-Kranken und Menschen mit ähnlichen Leiden im häuslichen Bereich.

„Tag der Demenzerkrankung“ im Marien-Hospital in Dortmund-Hombruch

Am 9. November 2018 veranstaltete das Marien-Hospital in Dortmund-Hombruch einen „Tag der Demenzerkrankung“ und informierte Angehörige und Interessierte in verschiedenen Vorträgen und an zahlreichen Informationsständen. Im Fokus standen dabei diesmal die pflegenden und betreuenden Angehörigen. Die Alzheimer Gesellschaft Dortmund war mit einem eigenen Informationsstand dort vertreten und bot Rat und Informationen rund um das Thema und die eigenen Angebote an.

Tag der Demenzerkrankung
von links: Marlis Langkeit, Mirko Pelzer, Markus Schmidt, Beate Baars

Der an Demenz erkrankte Mensch im Krankenhaus

Häufig werden Demenzerkrankungen erst dann diagnostiziert, wenn bereits ein Großteil der zerstörerischen Prozesse im Gehirn abgelaufen ist. Umso wichtiger ist daher eine möglichst frühzeitige und klare Diagnose, die heute mit 95- bis 98-prozentiger Sicherheit gestellt werden kann. Solch eine Untersuchung bietet aber auch die Chance, behandelbare Ursachen rechtzeitig zu erkennen und weitere Schritte zu unternehmen.

Die Betroffenen und deren Angehörige sind nun in der Lage, sich so früh wie möglich über die Erkrankung, ihren Verlauf und mögliche Therapien zu informieren. Außerdem können im Anfangsstadium einer Demenzerkrankung noch wichtige Entscheidungen gemeinsam getroffen werden.

Unser Mitglied Diplom Pädagogin Ulrike Klepczynski von „Lebenswert! – Demenzberatung und Schulung“ hielt diesen Vortrag am 30. Oktober 2018 im Eugen-Krautscheid-Haus der AWO-Dortmund in Vertretung für den geplanten Referenten, der kurzfristig verhindert war. Die Alzheimer Gesellschaft Dortmund e. V. bedankt sich bei Frau Klepczynski sehr herzlich für den spontanen Einsatz!

Welt-Alzheimertag 2018

Demenz – dabei und mittendrin
Dieses Motto der Deutschen Alzheimer Gesellschaft für den diesjährigen Welt-Alzheimertag richtete sich an alle: Angehörige, Freunde, Bekannte, Nachbarn, Ehrenamtliche, Professionelle.

Pfarrer Weltalzheimer Tag 2018
(v.l.) Pfarrer Frank Wecker, Pfarrer Wilhelm Portmann

Die Die Alzheimer Gesellschaft Dortmund beging den Welt-Alzheimertag 2018 traditionell mit einem ökumenischen Gottesdienst in der St. Suitbertus-Kirche im Unionviertel mit Pfarrer Wilhelm Portmann (Ev. Kirchenkreis Dortmund)  und Pfarrer Frank Wecker (Kath. Krankenhauspfarrer am Klinikum Mitte Dortmund). Die musikalische Begleitung an der wunderbaren Orgel in der St. Suitbertus-Kirche spielte der Organist Marcel Pier.

Nach dem Gottesdienst trafen sich alle zum Kaffee und Kuchen im Saal der St. Suitbertus-Gemeinde und ließen den Nachmittag gemütlich ausklingen.

Auswirkungen einer Demenzerkrankung auf das Zusammenleben mit den Liebsten – Rollenverschiebung und Rollenumkehr im sozialen Netzwerk
Ulrike Klepczynski
Dipl.-Päd. Ulrike Klepczynski von „Lebenswert! – Demenzberatung und Schulung“

Wenn sich der Mensch im Verlauf einer Demenzerkrankung verändert, hat dies Auswirkungen auf das Zusammenleben mit den (Ehe-)Partnern, Kindern, Freunden und anderen Kontaktpersonen. Lange eingespielte Rollen- und Aufgabenverteilungen müssen überdacht und angepasst werden. Welche Probleme, Stolperfallen aber auch Chancen diese Veränderung mit sich bringt, war Thema unseres Vortrags am 5. Dienstag im Juli 2018 mit Diplom Pädagogin Ulrike Klepczynski von „Lebenswert! – Demenzberatung und Schulung“.

Technische Unterstützung für den Pflegealltag zuhause

Wie kann man mit technischer Unterstützung, zum Beispiel einem Hausnotrufsystem, den Pflegealltag erleichtern? Welche Möglichkeiten gibt es? Wer übernimmt die Kosten?

DasDies Service GmbH
(v. l.) Herr Bloch und Herr Bergau von der DasDies Service GmbH.

Diese und zahlreiche andere Aspekte erläuterten uns Herr Bloch und Herr Bergau von der DasDies Service GmbH, die eine hundertprozentige Tochter der AWO Unterbezirk Unna ist, beim Fachvortrag am 12. Juni 2018 im Eugen-Krautscheid-Haus.

Die vorgestellten Notrufsysteme:

  • Der klassische, fest installierte Hausnotruf für die eigenen vier Wände
  • Das mobile System, das bequem in die Hosentasche gesteckt werden kann –  so kann man unterwegs selbst Hilfe rufen oder über GPS geortet werden
  • Das handliche Kleinstgerät, das vor allem für die Angehörigen Sicherheit bietet, indem es einen unsichtbaren „Gartenzaun“ erzeugt und den Angehörigen auf dem Smartphone informiert, wenn der Träger diese Zone verlässt

Die DasDies Service GmbH bietet neben dem Hausnotruf noch zahlreiche andere Dienste an, über die man sich auf der Internetseite des Unternehmens ausführlich informieren kann.

Hier geht es zur Internetseite der DasDies Service GmbH

Sommergrillen

Traditionell folgte nach dem Vortrag unser Sommergrillen, auf das sich unsere Mitglieder jedes Jahr freuen. Das Buffet mit leckeren Salaten und Beilagen wurde von dem tollen Team der Tagespflege im Eugen-Krautscheid-Haus vorbereitet. Die Salate wurden gespendet.

Die Zubereitung von Würstchen und Grillfleisch übernahmen Herr Möller und Herr Naughton am neu angeschafften Profigrill der AWO.

Wir bedanken uns bei allen ganz herzlich für die Unterstützung!

Die Grillprofis.
(v.l.) Herr Möller und Herr Naughton

Demenz-Wohnberatung: Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung

Im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung hielt Frau Petra Bank (Wohnberatung des Kreuzviertelvereins Dortmund) einen Vortrag über das Thema „Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung“. Dabei beschrieb sie die vielen Wohn-Stolpersteine im alltäglichen Leben mit einem dementen Menschen, wie man sie erkennt und wie man sie, auch mit wenigen Mitteln anpassen, verändern oder beseitigen kann. Sie schlug einen Bogen von dem Problem durch Teppichkanten als Stolperfalle, bis zu aufwändigen Umbauprojekten für das Badezimmer mit Unterstützung der Krankenkassen.

Hier geht es zur Internetseite Wohnberatung Dortmund

Wir bedanken uns beim Wilhelm-Hansmann-Haus für die freundliche Unterstützung und die Nutzung des Saals-II für unsere Veranstaltung.

Fachvortrag im Januar 2018 – Sprach- und Schluckstörungen im Alter, bei Demenz und neurologischen Erkrankungen

Degenerative Erkrankungen des Nervensystems, zu denen auch verschiedene Demenzformen zählen, und plötzliche Ereignisse wie Schlaganfälle stellen eine Herausforderung für die Alltagsbewältigung dar. Sie verursachen neben Beeinträchtigungen der Mobilität besondere Probleme im Bereich der Kommunikationsfähigkeit und der Nahrungsaufnahme, die vielfältig und in verschiedenen Schweregraden auftreten können.
Über dieses wichtige und vielseitige Thema hat uns die Diplom-Logopädin Verena Graf-Borttscheller ausführlich und sehr verständlich am 30. Januar im Eugen-Krautscheid-Haus in Wort und Bild informiert. Im Anschluss und auch während des Vortrages, konnten die zahlreichen Gäste Fragen stellen.
Frau Graf-Borttscheller verfügt über 20 Jahre Berufserfahrung und gehört zum Team der „Praxis für Sprachteraphie“, das seit 1989 im Unionviertel ansässig ist. Die Praxis ist für Fragen zum Thema immer ein guter Ansprechpartner.

Praxis für Sprachteraphie
Dipl. Päd. Ulrike Meyer-Oschatz
Annenstraße 10
44137 Dortmund
Telefon: 0231 142779
Logopädie-Dortmund.de

Weihnachten 2017

Wie in jedem Jahr, feierte die Alzheimer Gesellschaft Dortmund e. V. im Wilhelm-Hansmann-Haus ein gemütliches Weihnachtsfest mit Kaffee, Kuchen und musikalischer Unterhaltung, zu dem alle Mitglieder eingeladen waren. Frau Ramona Söpper begleitete uns während der gesamten Feier am Keyboard mit weihnachtlichen Klängen und Liedern, die natürlich von allen mitgesungen wurden. Das Highlight der Veranstaltung war aber auch dieses Mal wieder der Vortrag des Kinderchores der Diesterweg Grundschule (Dortmund) unter der Leitung von Frau Maren Krebs. Beiden Damen und den Kindern ein herzliches Dankeschön dafür. Ein ebenfalls herzlicher Dank geht an das Betreuer/Innen-Team unserer „Donnerstagsgruppe“, das auch die Weihnachtsfeier 2017 wieder federführend organisiert hat, sowie an alle Helferinnen und Helfer, die uns mit leckeren Kuchenspenden sowie tatkräftiger Hilfe bei der Dekoration des Saales und den anschließenden Aufräumungsarbeiten unterstützt haben. Die Betreuungsgruppe trifft sich jeweils donnerstags ab 15.00 Uhr im Wilhelm-Hansman-Haus und stellt einen Großteil der stundenweisen Begleitung von Alzheimer-Kranken und Menschen mit ähnlichen Leiden im häuslichen Bereich.

Festlich geschmückter Saal im Wilhelm-Hansmann-Haus
Festlich geschmückter Saal im Wilhelm-Hansmann-Haus
Kinderchor der Diesterweg Grundschule
Kinderchor der Diesterweg Grundschule (Dortmund) unter der Leitung von Frau Maren Krebs.

Alle Jahre wieder

Die Alzheimer Gesellschaft lädt schon seit über 10 Jahren alle Angehörigen und ihre Erkrankten am letzten Termin im Jahr zum Glühweintrinken – mit Wintergrillen – ins Eugen-Krautscheid-Haus ein. Dieser Einladung sind auch in diesem Jahr wieder viele Mitglieder und Familenangehörige und Freunde gefolgt

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Weihnachtsfeier 2017 Eugen-Krautscheid-Haus

Am 19. Dez. 2017 haben wir bereits nachmittags mit einer Tasse Kaffee und einem leckeren Stück Kuchen begonnen, weil wir dieses Treffen der Angehörigen des Gesprächskreises mit dem Termin des Urlauber-Nachtreffens zusammengelegt haben. Nicht nur die pflegenden Angehörigen, auch die Erkrankten freuen sich immer wieder auf das Wiedersehen mit dem Betreuer-Team und den anderen Urlaubern. Da werden Erlebnisse aufgefrischt und Bilder ausgetauscht. Auch der neue Urlaubstermin wurde schon notiert: Vom 3. bis 14.9.2018 geht die Reise wieder nach Bad Essen. Neue Gäste sind willkommen.

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Weihnachtsfeier fröhlicher Sänger

Der Chor „Dementi“, ein Kooperationsprojekt der Alzheimer Gesellschaft Dortmund mit der Stadt Dortmund für sangesfreudige Menschen mit der Diagnose Demenz und ihre pflegenden Angehörigen bzw. Betreuer, traf sich auch dieses Jahr wieder zu einer Weihnachtsfeier im Wilhelm-Hansmann-Haus. Wie es sich für einen Chor gehört, wurde selbstverständlich – unter Leitung des Dirigenten, Herrn Jürgen Kleinschmidt – überwiegend und mit viel Freude gesungen. Die Begleitung am Klavier übernahm wie immer Herr Tobias Schneider. Die Gäste ließen sich Kaffee und Kuchen sowie vor Ort frisch gebackene, leckere Waffeln gerne schmecken. Zwischendurch wurden unter Anleitung von Herrn Kleinschmidt sehr schöne große Weihnachtssterne gebastelt, denen man nach Fertigstellung beim besten Willen nicht ansah, dass sie eigentlich aus acht Butterbrottüten bestanden.

Wir bedanken uns bei allen Helferinnen und Helfern, die uns bei der Durchführung dieser sehr schönen Weihnachtsfeier tatkräftig unterstützt haben.
Der Chor „Dementi“ trifft sich jeden 3. Dienstag im Monat um 16.30 Uhr im Wilhelm-Hansmann-Haus.

Vortrag: Will ich es wissen? – Beginnende Demenz – Frühdiagnostik und Frühbehandlung

Die Zahl der Menschen, die an einer Demenzerkrankung leiden, steigt kontinuierlich. Allein in Dortmund gibt es rund 8000 Erkrankte. Die meisten Betroffenen werden noch von ihren Angehörigen versorgt. Dadurch rücken die Diagnostik, aber auch Hilfe- und Unterstützungsangebote zunehmend in den Mittelpunkt. Die frühzeitige Diagnose einer Demenzerkrankung mit dem Ausschluss behandelbarer Ursachen ermöglicht es dem Erkrankten und seinen Angehörigen, sich mit der Thematik rechtzeitig auseinanderzusetzen und vieles noch zu regeln: Wichtige Entscheidungen zur Frühbehandlung und Vorsorge sind hier nur zwei Beispiele.
Dr. Tilman Fey, Chefarzt der Abteilung für Gerontopsychiatrie in der LWL-Klinik Münster, hielt am 29. August im Wilhelm-Hansmann-Haus ab 17 Uhr für alle Interessierten einen aufschlussreichen Vortrag.

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Dr. Tilman Fey im Wilhelm-Hansmann-Haus
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Mirko Pelzer überreicht Dr. Fey als Dankeschön ein kleines Präsent

Vortrag: Elternunterhalt – Finanzierung der Pflege

Angesichts der gestiegenen Lebenserwartung und der häufig daraus resultierenden Pflegebedürftigkeit bedeutet gerade der Umzug in ein Seniorenheim sowohl emotional als auch finanziell eine große Herausforderung. Das Thema Elternunterhalt hat in den letzten Jahren an rechtlicher Brisanz gewonnen. Unser erster Fachvortrag in 2017 bot einen Überblick zur „Finanzierung der Pflege“ und Wege und Möglichkeiten des Elternunterhalts. Der Rechtsanwalt für Medizinrecht, Versicherungsrecht und Sozialrecht Mirko Koch, informierte unsere Mitglieder am 31. Januar 2017 über 1,5 Stunden fundiert über das komplexe Thema.


Alle Jahre wieder …. am 3. Dienstag im Dezember ab 17 Uhr

Seit 10 Jahren treffen sich die pflegenden Angehörigen der Alzheimer Gesellschaft Dortmund und ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer zum letzten Angehörigen-Gesprächskreis im Jahr im Eugen-Krautscheid-Haus. In den Räumen der Tagespflege wurde diesmal bei Glühwein, Kakao oder alkoholfreiem Punsch eher weniger über die Alltagssituation bei häuslicher Pflege gesprochen, sondern man stimmte sich mit besinnlichen Texten und bekannten Advents- und Weihnachtsliedern auf die bevorstehenden Festtage ein. Zur Stärkung gab es leckere Mettschnittchen, Schmalzstullen bzw. Brot mit Fleischwurst oder Weihnachtsgelee. Gern wurde auch von den bunten Tellern auf dem Tisch genascht. Johanna Koßmann, die Leiterin des Angehörigen-Gesprächskreises, bedankte sich bei den Mitarbeiterinnen der Tagespflege für die Gastfreundschaft und bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für das der Alzheimer Gesellschaft Dortmund entgegengebrachte Vertrauen im zurückliegenden Jahr. Zum Schluss wünschte Herr Pelzer als Leiter der AWO-Tagespflege im Eugen-Krautscheid-Haus und gleichzeitig Vorsitzender der Alzheimer Gesellschaft Dortmund e. V. den Gästen und Ehrenamtlichen frohe Feiertage und ein gutes neues Jahr.

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Mitglieder des Gesprächskreises
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Die Mitarbeiterinnen Jutta und Edith

Pflegereform 2015 – Vortrag über das Pflegestärkungsgesetz

Am 1. Jan. 2015 ist das Pflegestärkungsgesetz in Kraft getreten. Es sieht Leistungsverbesserungen für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen vor. Ob Hilfe im Haushalt oder die Begleitung beim Arztbesuch, der Besuch von Betreuungsgruppen und höhere Sachleistungen für Pflegebedürftige, das sind nur einige Stichworte aus dieser Reform. Etwa 2,6 Millionen Pflegebedürftigen in Deutschland stehen seit Jannuar 2015 höhere Leistungen zu. Wie sie im Detail in Anspruch genommen werden können, um mehr Entlastung zu bekommen, darum ging es in unserer letzten Vortragsveranstaltung mit Hans-Joachim Winderlich von der AOK.

Weitere Informationen über das Pflegestärkungsgesetz erhalten Sie beim Bundesgesundheitsministerium

Das Bundesgesundheitsministerium bietet auch einen Pflegeleistungshelfer zur Zusammenstellung der individuellen Leistungsansprüche.

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Hans-Joachim Winderlich, AOK.

Krombacher Brauerei spendet erneut 2.500 Euro an die Alzheimer Gesellschaft Dortmund e.V.

Ein fester Bestandteil des Engagements im sozial-karitativen Bereich der Krombacher Brauerei ist die jährliche Spendenaktion. Unter dem Motto „Spenden statt Geschenke“ steht jedes Jahr eine Gesamtsumme von 180.000 bis 250.000 € zur Verfügung. Dieser Betrag wird in Spenden à 2.500,00 € an Gruppen verteilt, die sich durch ihr ehrenamtliches Engagement verdient gemacht haben. In diesem Jahr wird unter anderem die Alzheimer Gesellschaft Dortmund e.V. mit dieser Spende gewürdigt.

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Sascha Tönnies von der Krombacher Brauerei (3.v.l.) übergibt den Scheck an die Vorsitzenden der Alzheimer Gesellschaft Dortmund Heide Römer und Mirko Pelzer.
Arno Dickel (1.v.l.) hat die Alzheimer Gesellschaft Dortmund vorgeschlagen

Welt Alzheimertag 2013 – „Demenz – den Weg gemeinsam gehen“

Weltweit findet am 21. September der Welt-Alzheimertag statt. In diesem Jahr steht er unter dem Motto „Demenz – den Weg gemeinsam gehen“ .
Menschen, die an einer Demenz erkranken, und ihre Familien stehen am Beginn eines langen, oftmals schwierigen Weges. Doch sie müssen und sollen diesen Weg nicht alleine gehen. Sie brauchen Information, Beratung und Unterstützung. Und sie brauchen Wegbegleiter: Freunde und Kollegen, die sie weiter besuchen, Nachbarn, die ihre Hilfe anbieten, und kompetente Fachleute in Pflege, Beratung, Medizin und Therapie. Wir brauchen eine Gesellschaft, die Menschen mit Demenz so akzeptiert, wie sie sind. Denn gemeinsam und in gegenseitigem Respekt lässt ich der Weg leichter gehen. Dazu kann jeder etwas beitragen.

„Demenz – den Weg gemeinsam gehen“
Menschen mit Demenz fühlen sich besonders geborgen in Kirchen, in denen sie zusammen mit Angehörigen und Freunden einen Gottesdienst feiern.
Gemeinsam mit der AWO-Tagespflege Dortmund und dem Projekt „Brücken bauen“ der Caritas Dortmund lädt die Alzheimer Gesellschaft Dortmund herzlich ein zum

BIG direkt gesund unterstützt Pflegekurs
Experten informieren Angehörige von Demenzkranken

Dortmund, 2. November 2011 – Ein Außenstehender kann sich kaum vorstellen, welche Probleme die Versorgung eines demenzkranken Familienmitglieds mit sich bringt. Wer Tag für Tag, Nacht für Nacht mit der ständigen Betreuung von Alzheimerkranken durchsteht, ist nach einiger Zeit selbst am Ende seiner seelischen und körperlichen Kräfte.

Dem will die Dortmunder Direktkrankenkasse BIG vorbeugen und unterstützt die von der Alzheimer Gesellschaft Dortmund e.V. initiierte Schulungsreihe für Angehörige von Alzheimer- und anderen Demenzkranken. Das Schulungsangebot wurde von der Deutschen Alzheimer Gesellschaft entwickelt. Die Seminarreihe will aufklären und Wissen speziell zu Bedürfnissen und Problemen pflegender Angehöriger Demenzkranker vermitteln. Experten wie ein Arzt, ein Rechtsanwalt und in der Pflege Demenzkranker Tätige referieren über die Erkrankung, über den Umgang mit dem Erkrankten so wie über rechtliche, ethische, finanzielle Fragen und geben Hinweise auf Entlastungsmöglichkeiten.
Die Schulungsreihe startet am 10. November und findet jeweils donnerstags im Eugen-Krautscheid-Haus, Lange Straße 42, 44137 Dortmund, statt. Sie umfasst sechs Kurseinheiten von 90 Minuten. Für die Dauer jeder Kurseinheit ist eine Betreuung des dementiell erkrankten Angehörigen organisiert. Kontakt und Anmeldung: Alzheimer Gesellschaft Dortmund e.V., Kattenkuhle 49, 44269 Dortmund, Telefon: 0231-7 24 66 11,
E-Mail: alzheimerdortmund(at)aol.com,  http://www.alzheimer-dortmund.de

Über BIG direkt gesund
BIG direkt gesund ist Deutschlands erste gesetzliche Direktkrankenversicherung. 1996 gegründet, hat die BIG heute bundesweit rund 390.000 Versicherte. BIG hat ihren Rechtssitz in Berlin und beschäftigt am operativen Standort in Dortmund 525 MitarbeiterInnen. Mehr Informationen zum Unternehmen finden Sie unter: http://www.big-direkt.de/unternehmen

Geburtstagsfeier im Rathaus
20 Jahre Alzheimer Gesellschaft in Dortmund

Wer Dortmunds Rathaus betritt, wird überrascht. In dem kantigen Baublock von 1989 steckt unter dem Kuppeldach eine hohe runde Halle, was niemand von außen erkennen kann. Die Alzheimer Gesellschaft Dortmund durfte hier am 28. Mai 2010 ihr 20-jähriges Bestehen feiern. Eine gastfreundliche Geste der Stadt zum Geburtstag. Besucher blicken in offene Etagen hinein, die wie Ränge die Halle umrunden. Zwei weit schwingende Treppenaufgänge bilden dazu eine Art Bühnen-Rahmen.
Viele Gäste kamen und saßen an langen, weiß gedeckten Tischen. Zu Beginn erklang Mozarts „Türkischer Marsch“, schwungvoll dargeboten von der Musikschule Dortmund, mit moderner Tontechnik und Keyboard-Begleitung. Da störte es durchaus nicht, dass eine kleine Hochzeitsgesellschaft – nach der Trauung – hinter den Seitenvorhängen auftauchte. Ganz in Weiß ging die Braut, in frohgemuter Begleitung dem Ausgang entgegen.
Am Pult vor dem Publikum kamen alle Redner gleich zur Sache. Heide Römer begrüßte die Anwesenden. Sie war 1990 Mitgründerin der Dortmunder Alzheimer Gesellschaft und ist seitdem Vorsitzende. Bewegt blickte sie auf die vergangenen 20 Jahre zurück und dankte allen, die mitgeholfen haben.
Dortmunds Bürgermeisterin Birgit Jörder gratulierte. Sie sprach Lob und Anerkennung im Namen der Stadt aus. Sabine Jansen (Berlin) überbrachte herzliche Glückwünsche der Deutschen Alzheimer Gesellschaft. Alle betonten, wie früh und vorbildlich die Dortmunder Gruppe sich hervorgetan und bewährt hat in der Selbsthilfe für Alzheimer Kranke. Mehr über die Arbeit der Alzheimer Gesellschaft verrieten die neuen Informationshefte, die auf allen Tischen auslagen.
Chefarzt Dr. Thomas Vömel (Dortmund) hielt in dieser Stunde keinen weit schweifenden Vortag. Er lieferte kurze Betrachtungen und erklärte mit teilnahmsvollem Bedauern, dass die Medizin noch kein Mittel gegen Alzheimer besitzt – und wie wichtig daher jede helfende Hand ist.
Zwischen den Ansprachen gab es kleine Tänze und Lieder, auch mit Flötenspiel, locker und leicht dargeboten von Kindern der Diesterweg-Grundschule (Dortmund). Die munteren Auftritte der Mädchen und Jungen – aus vielen Ländern – lösten große Freude aus, ganz besonders bei den Senioren unter den Anwesenden.
Einen Höhepunkt bildete die berühmte Arie „Lass mich klagen“ von Händel, vorgetragen von der Chorleiterin Maren Krebs. Es schien, als ob die dunklen Seiten des Alzheimer-Leidens darin ans Licht traten.
Zum Schluss tanzten zu fröhlichen Klängen die Kinder der Dance Company des Turn- und Sportvereins Eintracht Dortmund. Die Leiterin Angelika Balaj hatte mit den 7- bis 10-Jährigen eine beschwingte Choreographie einstudiert, die die Gäste im Rathaus in frohe Stimmung versetzte.
Alle Darbietungen wurden von Menschen gestaltet, die ohne Honorar gerne der Einladung der Alzheimer Gesellschaft Dortmund gefolgt sind. Sowohl die Chorleiterin als auch die Leiterin der Dance Company arbeiten ehrenamtlich mit den Kindern, so wie seit 20 Jahren die Alzheimer Gesellschaft Dortmun. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten sich davon überzeugen, wozu Menschen in der Lage sind, wenn sie etwas aus Überzeugung und mit dem Herzen zum Wohle der Gesellschaft tun.
Mit Kaffee und Kuchen klang die Feier aus. Auf den Tischen lag vor jedem Kind etwas Leckeres als Lohn. An diesem Nachmittag sahen sich viele alte Mitglieder wieder. Und die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer, viele von ihnen lernten das Leiden zuerst in der eigenen Familie kennen. Alle waren sich einig: Solche gemeinsame Stunden vergisst man nicht – so wenig wie erfahrenes Leid und tätige Hilfe.

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Der Kinderchor und die Flötenspieler der Diesterweg-Grundschule mit Chorleiterin Maren Krebs
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Tanz im Kursaal

Sonntagnachmittag. Der Bus fährt ab, vom Hotel zur Ortsmitte. Im Kursaal ist Tanz. Zwei Dutzend aus der Dortmunder Gruppe fahren mit. Am Himmel dunkle Wolken. Aber keine Sorge: Alle sollen trocken ankommen. Eine kurze Fahrt – zugleich Reise in eine andere Welt. Im Kursaal sind Tische reserviert. Die anderen Gäste blicken neugierig: Da kommen die Alzheimer. Ist das denn möglich? Das Hotelpersonal, das auch hier bedient, weiß es längst: Mit dieser Gruppe klappt alles erstaunlich gut.
Der Saal ist groß. Die Einrichtung passt zum alten Gebäude. Und zu den Gästen. Fast überall sitzen Senioren, bei Kaffee und Kuchen. Es gibt eine Menge zu sehen und zu hören. Vier Musiker sind auf der Bühne. Sie spielen bekannte Schlager und Melodien. Ganz nach dem Geschmack des Publikums, ohne Party-Dröhnen und Lichterwirbel. Die junge Frau am Mikrofon singt den Ohrwurm von „Schmidtchen Schleicher mit den elastischen Beinen“. Die Tänzer nehmen es als Kompliment.
Für die Kranken ist das hier etwas Besonderes. Sie verstehen sich selbst nicht mehr so recht. Aber es kommt ihnen bekannnt vor, was sich vor ihnen abspielt. Sie erleben das hier im geselligen Rahmen wie einen Film. Der Fluss der Melodien nimmt sie mit. Da liegt eine Hand flach auf dem Tisch, regungslos. Doch zwei Finger tanzen mit im Takt. Auf dem Parkett drehen sie sich sanft in den Armen ihrer Partner, sorgsam geführt oder untergehakt. Manche schreiten und gleiten sogar schön harmonisch.
Auch die Angehörigen leben sichtlich auf, vergessen die Miseren des Alltags. Tanzen setzt etwas in ihnen frei. Leicht gehen und drehen sie sich, dem Rhythmus hingegeben. Und lachen. Der Partner oder die Partnerin lachen mit. Dabei erzählte doch eine gerade noch: „Vorige Nacht nur vier Mal raus“. Das ist jetzt erst einmal Nebensache. Für eine Weile überlässt sich jeder diesem Spiel. Der Puls geht schneller, Hände werden heiß. Obwohl sich eigentlich nichts verändert hat. Die meisten hier wissen: Auch unter dunklen Wolken zeigen sich immer wieder weiße Stellen.
Den Stimmungswandel machen auch die mit, die Kranke betreuen. Die Helferinnen tanzen recht munter, wie auf einem fröhlichen Sommerfest. Ein bisschen Übermut tut gut. Zwischendurch müssen sie mal bei einem Toilettengang helfen.
Die Musiker merken am besten, wie ihr Spiel ankommt. Vom Podium aus betrachten sie genau die Paare auf dem Parkett. Sie scheinen gern vor diesem Publikum aufzutreten.
Der letzte Tanz: Der Regen hat aufgehört. Der Bus wartet. Zum Abschied sagt einer der Musiker, sie würden gern einmal in Dortmund vorbeikommen und spielen. Ganz ohne Gage. Was für eine Sache, so ein Tanznachmittag in Rothenfelde.
Text: Walter Hurck

tanz

Erste Dortmunder Demenzbetreuerinnen verabschiedet

Dortmund, September 2009

Pioniere entwickelten Angebote zur Entlastung Angehöriger. Mit einer Feierstunde verabschiedete die Alzheimer Gesellschaft Dortmund drei Mitarbeiterinnen aus früher Zeit. Annamaria Pleß (2.v.l.), Hannelore Heller (3.v.l.) und Christel Sobottke (4.v.l.). Die drei Helferinnenen waren seit Gründung der Dortmunder Selbsthilfegruppe aktiv dabei. Sie wirkten freiwillig mit und aus eigener Kraft: Pioniere auf diesem Feld. Ihr jahrelanger Einsatz war Vorbild für alle in der Selbsthilfegruppe. Verschiedene Projekte konnten mit ihrem Engagement und Einsatz zur Entlastung der Angehörigen entwickelt werden. Zum Beispiel die einmal in der Woche stattfindende Gruppenbetreuung, häusliche Betreuung, Betreuung während des Gesprächskreises und der „Betreute Urlaub“. Heide Römer (1.v.r.), Vorsitzende der Alzheimer Gesellschaft Dortmund, und Rosemarie Liedschulte (1.v.l.), Vorstandsmitglied, sprachen Worte der Anerkennung und des Dankes und überreichten Blumen zum Abschied.

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Verabschiedung der Pioniere

Krombacher Brauerei spendet 2.500 Euro an die Alzheimer Gesellschaft Dortmund e.V.

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Der Besuch von Marc Fohrmann und Thomas Fleischmann, Repräsentanten der Krombacher Brauerei, bei der Alzheimer Gesellschaft Dortmund e.V. hatte einen sehr erfreulichen Anlass. Im Rahmen der Weihnachtsspendenaktion der Krombacher Brauerei konnten sie einen Scheck in Höhe von 2.500 Euro an den gemeinnützigen Verein überreichen.

Dazu schreibt Krombacher:
Die Alzheimer Gesellschaft Dortmund vertritt ausschließlich die Interessen der Demenzkranken und ihrer Angehörigen. Ihr Ziel ist es, die Akzeptanz von Demenzkranken und ihrer Angehörigen zu fördern und auszubauen, damit diese sich in der Gesellschaft wohl fühlen können. Darüber hinaus möchte die Alzheimer Gesellschaft allen Interessierten und Betroffenen als Ansprechpartner zur Seite stehen. Sie nimmt für die Demenzkranken eine Schutzfunktion wahr und vertritt ihre Interessen und die ihrer Angehörigen. Als freiwilliger Zusammenschluss ist der gemeinnützige Verein vom Ehrenamt geprägt und finanziert sich als gemeinnützige Organisation aus Mitglieds­beiträgen und Spenden. Die Spende der Krombacher Brauerei wird für verschiedene Projekte eingesetzt, die den Alzheimer Kranken und ihren Angehörigen zu Gute kommen.

Pioniere feiern 15 Jahre Alzheimer Gesellschaft Dortmund e.V.
Professor Dietrich Grönemeyer hält Festrede

Dortmund, 8. März 2006

15 Jahre Alzheimer Gesellschaft Dortmund – das heißt, zurückschauen auf 15 Jahre ehrenamtliche Pionierarbeit und auf die Zeit, als es in der Bundesrepublik so gut wie gar nichts für Demenzkranke und die pflegenden Angehörigen gab. Das Thema Alzheimer war nur in spezialisierten Fachkreisen bekannt. Auf einer Fachtagung 1989 diskutierten erstmals Ärzte, Wissenschaftler, in der Altenpflege Tätige und Angehörige die bestehende Notlage. Die Situation der Erkrankten und der pflegenden Angehörigen wurde aus dem Bereich der ärztlichen und pflegerischen Versorgung von Demenzkranken und die Gesamtsituation einer solchen Erkrankung dargestellt. Das Forum beschloss, dass unbedingt etwas für diese Menschen geschaffen werden müsse. Es herrschte eine solche Aufbruchstimmung, die nur aus der Not geboren werden kann. Deswegen bildeten in Dortmund betroffene Angehörige von Alzheimer Kranken 1989 einen Arbeitskreis, um vor Ort Möglichkeiten der Verbesserung für pflegende Angehörige zu schaffen. Es wurde ein Versuch gestartet, den es bis dahin in Deutschland nicht gab: die stundenweise ambulante Betreuung von Alzheimer-Kranken zur Entlastung der pflegenden Angehörigen. Erfahrene Altenpflegerinnen und Zivildienstleistende erklärten sich spontan bereit, ehrenamtlich mitzuarbeiten. Das Experiment gelang. Seitdem ist diese Betreuung ein fester Bestandteil unserer Arbeit. Bald zeigte sich, dass die stundenweise Entlastung im häuslichen Bereich gewünscht und dankbar angenommen wird. Bis heute wurden weit über 8.000 kranke Menschen betreut – und mindestens ebenso viele Angehörige entlastet. Kontinuierlich entstanden weitere Projekte. Ein Gesprächskreis wurde sofort eingerichtet, eine Fachbibliothek wuchs heran und vieles mehr wurde geschaffen. Der „Betreute Urlaub“, erstmals im Jahr 1996 durchgeführt, war ein weiteres Experiment. Seitdem ist die gemeinsame Reise im Sommer ein besonderes Erlebnis für alle Teilnehmer Mehrfach wurde die Alzheimer Gesellschaft Dortmund für ihre Aktivitäten ausgezeichnet. Dies war und ist nur möglich, weil mutige Menschen Ideen in die Tat umsetzten mit dem Ziel, die Demenzerkrankung aus der gesellschaftlichen Tabuzone und die Erkrankten und ihre Angehörigen aus der Isolation herauszuholen.

groenemeyer